Waze im Motorradmodus nutzen: Praktischer Leitfaden für Biker

Auf der Autobahn berechnet Waze eine Route über eine für Zweiräder gesperrte Auffahrt neu. In der Stadt schlägt die App eine Wende vor, wo man einfach eine Reihe hochfahren könnte. Der Motorradmodus von Waze existiert, aber es reicht nicht aus, ihn zu aktivieren, damit die Navigation auf einem Sattel sinnvoll wird.

Waze im Motorradmodus: Was die Einstellung wirklich bei der Routenberechnung ändert

Man hört oft, dass der Wechsel von Waze in den Motorradmodus das Erlebnis verändert. Die Realität ist differenzierter. Die Einstellung findet sich unter Einstellungen, dann Navigation, dann Fahrzeugtyp. Wenn man Motorrad auswählt, passt Waze seine Zeitabschätzungen an und kann Routen durch enge Straßen vorschlagen, die für Autos unzugänglich sind.

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Der Algorithmus berechnet die Routen nicht grundlegend neu. Er bleibt auf die schnellste Route ausgerichtet, nicht auf die am besten geeignete für ein Zweirad. Kurvenreiche Straßen, angenehme Landstraßen oder Strecken, die bei Seitenwind zu vermeiden sind, gehören nicht zu seinen Kriterien. Waze bleibt ein Werkzeug für die städtische Navigation und den Pendelverkehr, kein Tourenplaner.

Für diejenigen, die weiter in die Einstellungen gehen möchten, kann man Waze im Motorradmodus nutzen, indem man einer detaillierten Anleitung folgt, die auch die Einstellungen für die Crit’Air-Vignette und Geschwindigkeitswarnungen abdeckt.

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Der echte Gewinn des Motorradmodus liegt in den Ankunftsschätzungen. Die für ein Auto berechneten Zeiten überschätzen oft die Dauer für einen Motorradfahrer, der in der Stadt die Reihen hochfährt. Mit der richtigen Einstellung passt die angezeigte Ankunftszeit besser zur Realität.

Motorradfahrerin, die eine Route auf Waze konfiguriert, bevor sie während einer Pause wieder auf die Straße geht

Halterung, Batterie und Freisprechen: Die materielle Einschränkung vor der Software

Bevor man irgendetwas in der App konfiguriert, muss ein physisches Problem gelöst werden. Ein Telefon, das in einer Jackentasche liegt oder unter einem Riemen eingeklemmt ist, nützt bei der Navigation nichts. Und ein Smartphone, das ohne Schutz am Lenker befestigt ist, vibriert genug, um das Kameramodul in wenigen Monaten zu beschädigen.

Die Wahl der Halterung bestimmt das gesamte GPS-Erlebnis auf dem Motorrad. Magnetische Halterungssysteme (z.B. Quad Lock) bieten einen guten Kompromiss zwischen Stabilität und schnellem Zugriff. Cockpits mit externem Bildschirm gehen noch weiter, indem sie das Telefon vor Vibrationen schützen, da es in einer Tasche oder einem Topcase bleibt, während der externe Bildschirm die Karte anzeigt.

Die Vorschriften verlangen eine strikt freihändige Nutzung. Den Bildschirm des Telefons an einer roten Ampel zu berühren, kann zu einem Führerscheinentzug führen. Die jüngsten Entwicklungen in diesem Punkt lassen keinen Spielraum: Die Strafe ist nahezu systematisch geworden.

  • Aktivieren Sie die Sprachbefehle von Waze, bevor Sie starten („OK Google, navigiere zu…“), um während der Fahrt niemals den Bildschirm zu berühren
  • Schließen Sie das Telefon an eine dedizierte Stromquelle an, da Waze viel Batterie verbraucht, wenn es gleichzeitig den Bildschirm und das GPS verwaltet
  • Verwenden Sie ein Bluetooth-Intercom, um die Sprachansagen im Helm zu empfangen, anstatt auf den Lautsprecher des Telefons zu zählen, der über 50 km/h unhörbar ist

Waze und Liberty Rider auf dem Motorrad kombinieren, ohne das Telefon zu überlasten

Waze verwaltet den Verkehr in Echtzeit und die Community-Meldungen (Staus, Hindernisse auf der Straße, Kontrollen). Liberty Rider kümmert sich um die Sicherheit des Fahrers mit seiner automatischen Sturzerkennung und der Alarmierung der Rettungsdienste. Die beiden Apps decken unterschiedliche Bedürfnisse ab und funktionieren gut zusammen, vorausgesetzt, sie sind richtig konfiguriert.

Das Prinzip: Liberty Rider läuft im Hintergrund, während Waze die Navigation im Vordergrund anzeigt. Liberty Rider benötigt keinen Bildschirm, um einen Sturz zu erkennen; es nutzt die Sensoren des Telefons (Beschleunigungsmesser, Gyroskop). Waze hingegen sendet weiterhin akustische Warnungen, selbst wenn eine andere App in den Vordergrund tritt.

Rollenverteilung zwischen den beiden Apps

Zuerst startet man Liberty Rider, aktiviert den Fahrmodus und wechselt dann zu Waze, um das Ziel einzugeben. Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt je nach Telefonmodell, aber auf den meisten aktuellen Geräten koexistieren die beiden Apps ohne Abstürze.

Das Hauptproblem ist der Batterieverbrauch. Zwei GPS-Apps, die gleichzeitig aktiv sind, entleeren ein Telefon in wenigen Stunden. Eine kabelgebundene Stromversorgung am Lenker wird dann unerlässlich, nicht optional.

Smartphone, das am Lenker eines Motorrads befestigt ist und die Navigations-App Waze anzeigt

Wenn Waze nicht ausreicht: GPS-Apps für Motorradtouren

Für den Arbeitsweg oder städtische Fahrten bleibt Waze der Maßstab dank seiner Verkehrsinformationen in Echtzeit und seiner sehr aktiven Community. Sobald man jedoch nach einer Genussroute (kurvenreiche Straßen, Pässe, Panoramen) sucht, zeigt die App ihre Grenzen auf.

Apps wie Kurviger berechnen Routen, die speziell für Motorräder gedacht sind, indem sie kurvenreiche Straßen bevorzugen und große, gerade Strecken vermeiden. Waze optimiert die Fahrzeit, Kurviger optimiert das Fahrvergnügen. Die beiden Logiken haben nichts miteinander zu tun.

  • Waze: tägliche Fahrten, Community-Warnungen, Verkehr in Echtzeit, flüssige Sprachnavigation
  • Kurviger: Planung von kurvenreichen Strecken, Motorrad-Interessenspunkte, GPX-Export zu anderen GPS
  • Liberty Rider: Sturzerkennung, automatische Alarmierung der Rettungsdienste, Fahrtenbuch

Der pragmatischste Ansatz besteht darin, Waze unter der Woche zu nutzen und am Wochenende auf eine spezialisierte App umzuschalten. Keine einzige Lösung deckt die beiden Nutzungen zufriedenstellend ab.

Der Motorradmodus von Waze verbessert die Zeitabschätzungen und schaltet einige alternative Routen frei, aber er verwandelt ein allgemeines GPS nicht in ein Navigationswerkzeug, das für Motorradfahrer gedacht ist. Seine Ausrüstung anzupassen und die richtigen Apps je nach Art der Fahrt zu kombinieren, bleibt die einzige wirklich effektive Strategie.

Waze im Motorradmodus nutzen: Praktischer Leitfaden für Biker